Baumbestattungen

Ruhe an den Wurzeln eines Baumes.

 

"Bäume sind Gedichte,

 die die Erde in den Himmel schreibt."

Khalil Gibran (1883 – 1931)

 

 

Wald- und Baumbestattungen sind eine relativ junge Bestattungsart, welche sich allerdings nicht nur bei besonders naturverbundenen Menschen zunehmend großer Beliebtheit erfreut.

Als Erfinder dieser Bestattungsform gilt der Schweizer Ueli Sauter, welcher im Jahre 1993 seinem Freund eine möglichst naturnahe Bestattung ermöglichen wollte. Daraufhin gründete er das Konzept FriedWald und meldete seine Idee in der Schweiz und in der EU zum Patent an.

Bei Baumbestattungen oder Haingräbern erfolgt die Beisetzung der Asche im Wurzelbereich eines neu gepflanzten oder eines bereits bestehenden Baumes.


Dem ursprünglichen Gedanken folgend, wird in der Schweiz die Totenasche direkt in das Erdreich beigesetzt. In Deutschland wird sowohl von FriedWald® als auch von weiteren Anbietern, in einer Urne bzw. Urnenröhre beigesetzt. An dieser Stelle besteht für die Hinterbliebenen die Möglichkeit der namentlichen Kennzeichnung. Diese erfolgt entweder an dem Baum oder durch ein kleines, erdbündig liegendes Grabmal. Die Kosten für eine Baumbestattung sind sehr unterschiedlich und abhängig vom Anbieter, von der Art und dem Standort des Baumes. Ein Einzel- oder Familienbaum ist entsprechend kostenintensiver als ein Gemeinschaftsbaum, unter dessen Wurzeln die Asche mehrerer Verstorbener beigesetzt werden kann. Ein Begräbnis unter einem Baum abseits der Wege, ist hingegen in der Regel deutlich günstiger, als unter einem alten Baum an besonderer Stelle. Da die Möglichkeiten und Kosten in Abhängigkeit von dem jeweiligen Anbieter stark differieren, ist es ratsam die aktuellen Gegebenheiten jeweils individuell bei uns zu erfragen.

Baumbestattungen in Dortmund:

Evangelischer Friedhof in Berghofen

Als erster konfessioneller Friedhof im Dortmunder Süden bietet die evangelische Gemeinde Berghofen seit 2015 Baumbestattungen an. Bei einem Baumgrab erwerben Interessenten einen jungen Obstbaum, an dem in der Regel zwei Urnen beigesetzt werden können.

Friedhöfe der Stadt Dortmund

Regional bieten die Friedhöfe Dortmund ebenfalls die Möglichkeit der Beisetzung von Urnen und Aschen in sogenannten Hain- oder Baumgräbern.

Haingrab

Bei dem Haingrab erfolgt die Beisetzung der Urne in einer im Wurzelbereich eines Baumes in den Boden eingelassenen Keramikröhre, die nach der Beisetzung mit einer Bronzeplatte verschlossen wird. Auf dieser Platte können kleine Tafeln mit den Namen der Verstorbenen abgebracht werden. Pro Haingrab können zwei Urnen oder Aschen bestattet werden. An dieser Stelle besteht für die Hinterbliebenen die Möglichkeit der namentlichen Kennzeichnung mit einem kleinen, liegenden Grabmal.

Baumgrab (Streuobstwiese)

Die Friedhofsfelder mit Baumgrabstellen haben einen natürlichen Streuobstwiesencharakter, denn zeitgleich mit der ersten Bestattung auf einer Grabstätte wird ein Obstbaum gepflanzt. Witterungs- bzw. saisonbedingt kann der Baum jedoch manchmal auch erst im nachhinein gesetzt werden. Ebenso können auch junge, bereits bestehende Obstbaum-Setzlinge erworben werden. Pro Grabstelle ist die Beisetzung von vier Urnen möglich.

 

Nähere Informationen auch unter www.friedhoefe.dortmund.de



Sollten Sie Fragen zu Baumbestattungen oder zu einer anderen Bestattungsart haben, rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne.

Telefon (0231) 453288 oder 441440