Ein Bekenntnis christlichen Glaubens

Grabeskirche Liebfrauen Dortmund

Seit 1883 prägt die Liebfrauenkirche die Stadtsilhouette von Dortmund. Da die Gemeinde in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden war, wurde 2008 entschieden, sie mit der Propsteigemeinde zu vereinen und die Kirche in neuer Form zu nutzen. Nach vielen Jahren als lebendige Gemeindekirche soll sie nun als Grabeskirche Liebfrauen zu einem Haus des Abschiednehmens und des Gedenkens werden. Sie wird künftig ein Ort sein, an dem die Trauer um die Verstorbenen und die christliche Hoffnung auf die Auferstehung der Toten Raum haben und Ausdruck finden können.

So soll die Grabeskirche Liebfrauen nicht nur eine Urnen-Beisetzungsstätte sein, sondern auch ein sichtbares Bekenntnis des christlichen Glaubens, dass das Leben im Tod nicht genommen, sondern gewandelt wird. Um diese Hoffnung zu bezeugen, erfolgt die Beisetzung der Totenasche in der Grabeskirche Liebfrauen ausschließlich in christlicher Form. Grundsätzlich kann hier die Totenasche jedes Menschen beigesetzt werden, wenn er sich mit einem Begräbnis in christlicher Form einverstanden erklärt hat.

In enger Zusammenarbeit mit den Hospizdiensten St. Christophorus des Malteser Hilfsdienstes e.V., die ihren Sitz gegenüber der Grabeskirche haben, bieten wir trauernden Angehörigen Begleitung, Hilfe und Austausch an. Darüber hinaus soll die Grabeskirche zu einem Ort werden, an dem Menschen aller Generationen sich mit den Fragen von Leben und Tod, Sterben und Abschiednehmen, Hoffnung und Angst auseinandersetzen und Orientierung finden können.

Von der Gemeindekirche zur Grabeskirche

In früheren Zeiten haben die Menschen häufig  ihre Toten an den Kirchen beerdigt, der Friedhof war zugleich der Kirchhof. Die Nähe der Gräber zur Kirche stellte eine Verbindung zum Glauben an die Auferstehung her. Dort, wo für die Auferstehung der Toten gebetet wird, sollten die Toten auch ihre letzte Ruhestätte finden.

Die Umgestaltung der Liebfrauenkirche zur Grabeskirche greift diese Tradition auf, ganz bewusst auch in der Architektur von Prof. Volker Staab. Die Urnengräber erinnern dabei in ihrer Form an Kirchenbänke und ermöglichen es dem Besucher, sich zu den Toten zu setzen. Die Verstorbenen gehören so erkennbar zur Gemeinschaft der Lebenden dazu.

(Propst Andreas Coersmeier, Vorwort, Liebfrauenkirche Dortmund, Umnutzung der Kirche zum Kolumbarium, Ergebnisse des Architektenwettbewerbs, Dortmund 2009)

Weitere Informationen erhalten Sie bei uns oder direkt unter www.grabeskirche-liebfrauen.de


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